Mit der Investition in eine weitere Wirbelmaschine von Leistritz verfolgte das Unternehmen Lock Antriebstechnik in Ertingen das Ziel, künftig schneller und leichter umzurüsten und gleichzeitig eine mannlose Fertigung aufzubauen. Enorme Materialschwankungen führten allerdings häufig zu kostenintensiven Werkzeugbrüchen. 2022 investierte man deshalb in das Werkzeug- und Prozessüberwachungssystem UT-Tm® von UTTec. Seither haben sich die Standzeiten nahezu vervierfacht, die Qualität und Produktivität werden nun den aktuellen Ansprüchen gerecht.
Eine Wirbelmaschine von Leistritz hatte man schon. Auf Grund der durchweg positiven Erfahrungen, investierte das Unternehmen Lock Antriebstechnik 2017 in eine weitere Wirbelmaschine von Leistritz, die LWN 120. Bei der Fertigung von Schnecken für Getriebe wollte man mit dieser Investition die Vorteile des Wirbelns, wie eine effiziente Trockenbearbeitung und die sehr hohe Oberflächenqualität mit einem schnelleren Umrüsten und einer mannlosen Fertigung (Bestückung über Roboter) verbinden. Dieses Ziel schien in einem ersten Step gelungen. Bei der Bearbeitung bestimmter Module kam es allerdings immer wieder zu Brüchen der Werkzeugplatten. Die Standzeiten verringerten sich zu der Zeit enorm. Dazu Armin Schirmer, Leiter Fertigung Getriebeteile bei Lock Antriebstechnik: „So ein Bruch kommt ja einerseits durch den Verschleiß. Bei uns war es aber meist das zähe und sehr unterschiedliche Material. Die Schneide schmiert zu und es bildet sich eine Aufbauschneide. Der Druck wird dann zu groß, die Platte bricht. Deshalb haben wir gemeinsam mit Leistritz Beschichtungen getestet, Materialuntersuchungen durchgeführt, Spannzangen verändert, alles Mögliche ausprobiert und sind aber zu keinem Ergebnis gekommen. Unsere Vermutung war dann, Material und Schneide passen einfach nicht zusammen.“ Ein noch größeres Problem aber war, dass bei einem Werkzeugbruch auch die Maschinenkomponenten wie Spindel, Achsen, etc. verschoben wurden und neu ausgerichtet werden mussten. Eine kostenintensive Maßnahme. Deshalb wurde bei Leistritz ein System entwickelt, bei dem ein Messtaster mit einer eigenen Achse ein Masterprofil in der Steuerung speicherte, das Bauteil scannte und eine entsprechende Meldung zur Weiterbearbeitung oder Abbruch gab. Das Problem, eine Aufbauschneide ist kein regulärer Verschleiß. Und so ging man in Ertingen dazu über, nach einigen Schnecken Messungen durchzuführen und die Platten der Werkzeuge vorsorglich früh zu wechseln. So kam man zwar auf eine höhere Standzeit, hatte aber nachts nach wie vor das Problem in der mannlosen Fertigung und der enormen Werkzeugkosten.
Mit optimierter Sensorik und entsprechender Software zum Ziel
Deshalb wurden bei Leistritz Werkzeugüberwachungssysteme von entsprechenden Herstellern getestet. Für Patrick Schuka, Vertriebsleiter Werkzeugmaschinen bei Leistritz war das allerdings weniger zufriedenstellend: „Viele Systeme haben die Stromaufnahme gemessen, wenn es so zum Bruch kam, war es zu spät. Das heißt, die Systeme waren nicht sensibel genug, die Ergebnisse also nicht überzeugend. Deshalb haben wir dann irgendwann diese Tests eingestellt, denn wir wollten das Risiko nicht auf unsere Kunden abwälzen.“ Durch die Zusammenarbeit mit UTTec hat sich das geändert. Nach intensiven Versuchen mit der Technologieabteilung von Leistritz, war man bei UTTec überzeugt, dass diese Probleme mit herkömmlichen Standard-Überwachungen nicht zu lösen waren. Es folgten zahlreiche Test und Analysen, mit der Erkenntnis, dass eine Erhöhung der Schnittparameter zu sehr feinen, fast pulverartigen Spänen führt. Für Uwe Schröter, Geschäftsführer bei UTTec war das der Ansatz zur Weiterentwicklung: „Diese Ergebnisse haben gezeigt, wohin wir bei der Analyse und Empfindlichkeit des Systems zu gehen hatten. Wir haben dann unsere Sensorik nochmals optimiert, eine entsprechende Software entwickelt und auf dieser Basis gemeinsam mit Leistritz Entwicklungen auf den Weg gebracht, die sich heute als erfolgreich erweisen.“ Vor einem Jahr wurde das System bei Lock Antriebstechnik vorgestellt. In Ertingen war man da aber zunächst mehr als skeptisch. Nach Auskunft von Armin Schirmer war die Skepsis aber wohl unbegründet, denn das System hat inzwischen nicht nur mehrmals vor einem Plattenbruch funktioniert, sondern hat sich auch schon zu 70 Prozent amortisiert. Und besonders erfreulich, für Jonas Zoll, den Maschinenbediener ist das System relativ einfach zu verstehen: „Natürlich muss man sich damit eine gewisse Zeit befassen, bis jedes Programm zu einer Produktserie passt. Man muss ja auch nachjustieren, wenn andere Schnitt-Parameter oder Werkzeuge zum Einsatz kommen. Aber das ist wirklich nicht schwer. Unsere Paradedisziplin ist beispielsweise ein bestimmtes Modul mit entsprechenden Stückzahlen. Wenn das System eingestellt ist, kann man das problemlos laufen lassen.“ Unabhängig davon ist das UT-Tm®-System inklusive einer Verschleißüberwachung. Damit lassen sich auch die Standzeiten der Platten der Werkzeuge optimieren. In Ertingen hat man das zwar bereits gemacht, viel wichtiger ist für die Verantwortlichen aber die Sicherheit, dass das System frühzeitig erkennt, wenn Gefahr in Verzug ist. Und weil dem so ist, lässt sich bei Lock Antriebstechnik jetzt auch verwirklichen, was bei der Investition in die LWN 120 geplant war: Die Maschine startet mit einer Palette Werkstücke kurz vor Schichtende und fertigt nachts, inzwischen auch tagsüber mannlos. Außerdem haben sich die Standzeiten der Werkzeuge deutlich erhöht und das bringt natürlich auch eine erhebliche Reduzierung der Werkzeugkosten.
Lock-Antriebstechnik im Blickpunkt
Das international führende Unternehmen für Antriebstechnik in der Landwirtschaft ist in verschiedenen Bereichen tätig. Neben Produktion und Vertrieb von Antriebselementen für die Lüftung, Schattierung von Gewächshäusern und Tierställen überzeugt Lock durch Lösungen für optimales Gebäudeklima, Umweltmanagement und Smart Farming. Das Unternehmen zeichnet sich außerdem durch seine innovativen und nachhaltigen Ansätze sowie dem engen Austausch mit landwirtschaftlichen Forschungseinrichtungen in ganz Europa aus.
Lock ist beim Wettbewerb «Deutschlands Beste Arbeitgeber» 2020 und 2022 von Great Place to Work® als einer der besten Arbeitgeber ausgezeichnet worden.
Nebenbei bemerkt
Wirbelmaschinen sind ein Nischenmarkt. Deshalb legt Leistritz sehr großen Wert auf Kundenzufriedenheit und ist natürlich daran interessiert, kontinuierlich weiterzuentwickeln. Das UT-Tm®-System ist adaptierbar und kann so an allen Leistritz-Maschinen nachgerüstet werden.
Interessantes am Rande
Wegen der anfänglichen Skepsis bei den Verantwortlichen von Lock Antriebstechnik hat Leistritz das UT-Tm®-System zunächst zum Testen angeboten. Das heißt, sollte es nicht funktionieren, hätte es Leistritz wieder zurückgenommen. Dazu kam es nicht, das System hat sich mittlerweile schon zu 70 Prozent amortisiert.
Mit der Investition in eine weitere Wirbelmaschine von Leistritz verfolgte das Unternehmen Lock Antriebstechnik in Ertingen das Ziel, künftig schneller und leichter umzurüsten und gleichzeitig eine mannlose Fertigung aufzubauen. Enorme Materialschwankungen führten allerdings häufig zu kostenintensiven Werkzeugbrüchen. 2022 investierte man deshalb in das Werkzeug- und Prozessüberwachungssystem UT-Tm® von UTTec. Seither haben sich die Standzeiten nahezu vervierfacht, die Qualität und Produktivität werden nun den aktuellen Ansprüchen gerecht.
Eine Wirbelmaschine von Leistritz hatte man schon. Auf Grund der durchweg positiven Erfahrungen, investierte das Unternehmen Lock Antriebstechnik 2017 in eine weitere Wirbelmaschine von Leistritz, die LWN 120. Bei der Fertigung von Schnecken für Getriebe wollte man mit dieser Investition die Vorteile des Wirbelns, wie eine effiziente Trockenbearbeitung und die sehr hohe Oberflächenqualität mit einem schnelleren Umrüsten und einer mannlosen Fertigung (Bestückung über Roboter) verbinden. Dieses Ziel schien in einem ersten Step gelungen. Bei der Bearbeitung bestimmter Module kam es allerdings immer wieder zu Brüchen der Werkzeugplatten. Die Standzeiten verringerten sich zu der Zeit enorm. Dazu Armin Schirmer, Leiter Fertigung Getriebeteile bei Lock Antriebstechnik: „So ein Bruch kommt ja einerseits durch den Verschleiß. Bei
uns war es aber meist das zähe und sehr unterschiedliche Material. Die Schneide schmiert zu und es bildet sich eine Aufbauschneide. Der Druck wird dann zu groß, die Platte bricht. Deshalb haben wir gemeinsam mit Leistritz Beschichtungen getestet, Materialuntersuchungen durchgeführt, Spannzangen verändert, alles Mögliche ausprobiert und sind aber zu keinem Ergebnis gekommen. Unsere Vermutung war dann, Material und Schneide passen einfach nicht zusammen.“ Ein noch größeres Problem aber war, dass bei einem Werkzeugbruch auch die Maschinenkomponenten wie Spindel, Achsen, etc. verschoben wurden und neu ausgerichtet werden mussten. Eine kostenintensive Maßnahme. Deshalb wurde bei Leistritz ein System entwickelt, bei dem ein Messtaster mit einer eigenen Achse ein Masterprofil in der Steuerung speicherte, das Bauteil scannte und eine entsprechende Meldung zur Weiterbearbeitung oder Abbruch gab. Das Problem, eine Aufbauschneide ist kein regulärer Verschleiß. Und so ging man in Ertingen dazu über, nach einigen Schnecken Messungen durchzuführen und die Platten der Werkzeuge vorsorglich früh zu wechseln. So kam man zwar auf eine höhere Standzeit, hatte aber nachts nach wie vor das Problem in der mannlosen Fertigung und der enormen Werkzeugkosten.
Mit optimierter Sensorik und entsprechender Software zum Ziel
Deshalb wurden bei Leistritz Werkzeugüberwachungssysteme von entsprechenden Herstellern getestet. Für Patrick Schuka, Vertriebsleiter Werkzeugmaschinen bei Leistritz war das allerdings weniger zufriedenstellend: „Viele Systeme haben die Stromaufnahme gemessen, wenn es so zum Bruch kam, war es zu spät. Das heißt, die Systeme waren nicht sensibel genug, die Ergebnisse also nicht überzeugend. Deshalb haben wir dann irgendwann diese Tests eingestellt, denn wir wollten das Risiko nicht auf unsere Kunden abwälzen.“ Durch die Zusammenarbeit mit UTTec hat sich das geändert. Nach intensiven Versuchen mit der Technologieabteilung von Leistritz, war man bei UTTec überzeugt, dass diese Probleme mit herkömmlichen Standard-Überwachungen nicht zu lösen waren. Es folgten zahlreiche Test und Analysen, mit der Erkenntnis, dass eine Erhöhung der Schnittparameter zu sehr feinen, fast pulverartigen Spänen führt. Für Uwe Schröter, Geschäftsführer bei UTTec war das der Ansatz zur Weiterentwicklung: „Diese Ergebnisse haben gezeigt, wohin wir bei der Analyse und Empfindlichkeit des Systems zu gehen hatten. Wir haben dann unsere Sensorik nochmals optimiert, eine entsprechende Software entwickelt und auf dieser Basis gemeinsam mit Leistritz Entwicklungen auf den Weg gebracht, die sich heute als erfolgreich erweisen.“ Vor einem Jahr wurde das System bei Lock Antriebstechnik vorgestellt. In Ertingen war man da aber zunächst mehr als skeptisch. Nach Auskunft von Armin Schirmer war die Skepsis aber wohl unbegründet, denn das System hat inzwischen nicht nur mehrmals vor einem Plattenbruch funktioniert, sondern hat sich auch schon zu 70 Prozent amortisiert. Und besonders erfreulich, für Jonas Zoll, den Maschinenbediener ist das System relativ einfach zu verstehen: „Natürlich muss man sich damit eine gewisse Zeit befassen, bis jedes Programm zu einer Produktserie passt. Man muss ja auch nachjustieren, wenn andere Schnitt-Parameter oder Werkzeuge zum Einsatz kommen. Aber das ist wirklich nicht schwer. Unsere Paradedisziplin ist beispielsweise ein bestimmtes Modul mit entsprechenden Stückzahlen. Wenn das System eingestellt ist, kann man das problemlos laufen lassen.“ Unabhängig davon ist das UT-Tm®-System inklusive einer Verschleißüberwachung. Damit lassen sich auch die Standzeiten der Platten der Werkzeuge optimieren. In Ertingen hat man das zwar bereits gemacht, viel wichtiger ist für die Verantwortlichen aber die Sicherheit, dass das System frühzeitig erkennt, wenn Gefahr in Verzug ist. Und weil dem so ist, lässt sich bei Lock Antriebstechnik jetzt auch verwirklichen, was bei der Investition in die LWN 120 geplant war: Die Maschine startet mit einer Palette Werkstücke kurz vor Schichtende und fertigt nachts, inzwischen auch tagsüber mannlos. Außerdem haben sich die Standzeiten der Werkzeuge deutlich erhöht und das bringt natürlich auch eine erhebliche Reduzierung der Werkzeugkosten.
Lock-Antriebstechnik im Blickpunkt
Das international führende Unternehmen für Antriebstechnik in der Landwirtschaft ist in verschiedenen Bereichen tätig. Neben Produktion und Vertrieb von Antriebselementen für die Lüftung, Schattierung von Gewächshäusern und Tierställen überzeugt Lock durch Lösungen für optimales Gebäudeklima, Umweltmanagement und Smart Farming. Das Unternehmen zeichnet sich außerdem durch seine innovativen und nachhaltigen Ansätze sowie dem engen Austausch mit landwirtschaftlichen Forschungseinrichtungen in ganz Europa aus.
Lock ist beim Wettbewerb «Deutschlands Beste Arbeitgeber» 2020 und 2022 von Great Place to Work® als einer der besten Arbeitgeber ausgezeichnet worden.
Nebenbei bemerkt
Wirbelmaschinen sind ein Nischenmarkt. Deshalb legt Leistritz sehr großen Wert auf Kundenzufriedenheit und ist natürlich daran interessiert, kontinuierlich weiterzuentwickeln. Das UT-Tm®-System ist adaptierbar und kann so an allen Leistritz-Maschinen nachgerüstet werden.
Interessantes am Rande
Wegen der anfänglichen Skepsis bei den Verantwortlichen von Lock Antriebstechnik hat Leistritz das UT-Tm®-System zunächst zum Testen angeboten. Das heißt, sollte es nicht funktionieren, hätte es Leistritz wieder zurückgenommen. Dazu kam es nicht, das System hat sich mittlerweile schon zu 70 Prozent amortisiert.
Kontakt
Lock Antriebstechnik GmbH
Herr Armin Schirmer
D-88521 Ertingen
Tel. +49 7371/9508-430
www.lockdrives.com
UTTec GmbH & Co.KG
D-71364 Winnenden
Tel. +49 (0) 7195 – 9791-100
www.uttec.de
Leistritz Produktionstechnik GmbH
Herr Patrick Schuka
D-92714 Pleystein
Tel. +49 9654/89-403
www.leistritz.com
Mit der Wirbelmaschine LWN 120 von Leistritz wollte man die Vorteile des Wirbelns mit einem schnelleren Umrüsten und einer mannlosen Fertigung verbinden.
Kurz vor Schichtende startet die Maschine und fertigt mannlos nachts. Mittlerweile ist man dazu übergegangen, die Maschine auch tagsüber automatisiert laufen zu lassen.
Die Gefahr bei unterschiedlich zähem Material ist, dass die Schneide zuschmiert und sich eine Aufbauschneide bildet.
Die Paradedisziplin von Lock Antriebstechnik ist ein bestimmtes Modul mit entsprechenden Stückzahlen.
Patrick Schuka, Armin Schirmer, Jonas Zoll und Uwe Schröter (vlnr.): „Wichtig ist, dass das System frühzeitig erkennt, wenn Gefahr in Verzug ist. Mit der Vervierfachung der Standzeiten ist so jetzt auch die vollautomatisierte Fertigung kein Problem mehr.“
Vor dem Einsatz des UT-Tm®-Systems wurden die Platten der Werkzeuge vorsorglich sehr früh gewechselt, das führte natürlich zu enormen Werkzeugkosten.
An einem Test-Bauteil sind die Spuren einer Aufbauschneide deutlich zu sehen.
Das System ist relativ einfach zu verstehen und verfügt außerdem über eine automatische Lernfunktion.
Unsere angebotenen Produkte und Dienstleistungen richten sich ausschließlich
an Unternehmen im Sinne des § 14 BGB und nicht an Verbraucher
im Sinne des § 13 BGB.